Klärung. Entwicklung. Veränderung.
Hinleitung
Wann wird ein Konflikt zum Problem?
Der Streit mit dem Nachbarn, der jedes Mal lauter wird. Die Kollegin, bei der ein falsches Wort reicht und das Gespräch explodiert. Das Projekt unter Ihrer Leitung kommt ins Stocken, weil zwei Teammitglieder nicht mehr miteinander sprechen können.
Konflikte, die sich festsetzen, verändern den Alltag. Manche Menschen werden still, meiden Begegnungen, wägen jedes Wort ab, liegen nachts wach. Andere merken, dass sie immer gereizter reagieren, lauter werden, Dinge sagen, die sie hinterher bereuen. Irgendwann bleibt vor allem ein Gefühl: Ich weiß nicht, wie ich da wieder rauskomme.
Es gibt einen Weg, der genau dort ansetzt, wo ein Weitermachen wie bisher keine Option mehr ist – ein moderiertes Gespräch mit einer neutralen, außenstehenden Person.
Haltung
Vom Gegeneinander zum Miteinander.
Konflikte entstehen selten aus böser Absicht. Sie entstehen, weil Menschen unterschiedlich auf die Welt schauen – und jeder davon überzeugt ist, das Richtige zu tun. Genau darin liegt auch der Schlüssel: Wer einen Schritt zurücktritt, um zu verstehen, was und warum dem anderen wichtig ist, eröffnet Wege, die vorher unsichtbar waren.
Was aus der einen Perspektive richtig erscheint, kann aus einer anderen grundlegend falsch wirken. Prioritäten, Erfahrungen und Interessen unterscheiden sich – manchmal so sehr, dass zwei Menschen dieselbe Situation völlig gegensätzlich bewerten. Der Konflikt beginnt in dem Moment, in dem zwei Positionen sich gegenüberstehen und einander blockieren.
Zwei Schwestern stehen in der Küche. Es gibt nur noch eine einzige Orange. Beide sind sich sicher: Ich brauche diese Orange. Der Vater greift ein und teilt die Orange in zwei Hälften. Klingt gerecht. Aber beide gehen enttäuscht davon.
Wie findet man eine Lösung, die tatsächlich beide zufriedenstellt? Der Schlüssel liegt darin, einen Schritt zurückzutreten – weg von der Forderung, hin zur Frage: Warum ist dir das wichtig? Was genau brauchst du? Die Antwort auf dieses Warum eröffnet einen Raum, der vorher verschlossen schien.
Jemand fragt nach: „Wofür brauchst du die Orange eigentlich?" Die eine antwortet: „Ich möchte Saft pressen." Die andere: „Ich brauche den Schalenabrieb für einen Kuchen." Die eine bekommt den ganzen Saft, die andere die ganze Schale. Keine muss verzichten. Beide erreichen ihr Ziel – nicht durch Teilen, sondern durch Verstehen.
Die Geschichte mit der Orange ist ein Klassiker des Harvard-Konzepts, und sie zeigt im Kleinen, was Mediation im Großen leistet. Sie fragt nicht: Wer hat Recht? Sie fragt: Was braucht jede Seite wirklich? Deshalb wirkt das Verfahren oft nachhaltiger als andere Wege der Konfliktlösung.
Knoten lösen · Perspektiven eröffnen ·
Handlungsfähigkeit zurückgewinnen.
Angebot
Welche Wege gibt es?
Nicht jeder Konflikt braucht dasselbe. Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir gemeinsam, welcher Weg in Ihrer Situation der passende ist.
Konfliktberatung
Wenn Sie allein Klarheit suchen – über die eigene Rolle, mögliche Wege und nächste Schritte. Ein strukturiertes Einzelgespräch, in dem der Knoten aufgedröselt wird. Am Ende haben Sie einen klaren Plan, wie Sie mit der Situation umgehen wollen.
Mediation
Wenn zwei oder mehr Seiten bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen. Ich moderiere neutral, die Lösung kommt von den Beteiligten selbst. Am Ende steht eine klare, von allen getragene Vereinbarung.
Türöffnung zu weiteren Wegen
Manchmal zeigt sich, dass auch andere Wege – etwa ein Coaching – den passenderen Rahmen bieten. Das sortieren wir gemeinsam und klären, wo ich selbst weiterhelfen kann und wo andere Fachleute die bessere Wahl wären.
Ablauf
Wie läuft das ab?
Das erste Gespräch dient dem Kennenlernen und ist unverbindlich. Alles Weitere hängt von der individuellen Situation ab.
- Erstgespräch Am Anfang steht ein Telefonat von rund 30 Minuten. Sie schildern mir kurz, was los ist, und ich höre zu. Gemeinsam sortieren wir, um welchen Konflikt es geht, wer beteiligt ist und was bisher unternommen wurde.
- Schriftliches Angebot Im Anschluss erhalten Sie ein schriftliches Angebot – mit Einschätzung, welche Wege in Ihrer Situation helfen können, wo ich selbst unterstützen kann und an welchen Stellen andere Fachleute die bessere Wahl wären.
- Vereinbarung Wenn Sie mit dem Angebot arbeiten möchten, unterschreiben wir eine kurze Vereinbarung. Darin stehen Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Rahmen und Honorar.
- Die Sitzungen Je nach Komplexität braucht es zwischen zwei Stunden für eine einfache Konfliktberatung und mehreren Sitzungen für eine Mediation mit mehreren Themen. Ort: bei Ihnen, bei einem neutralen Dritten oder online.
- Abschluss Am Ende steht entweder eine Vereinbarung, die alle tragen können, oder eine klare gemeinsame Entscheidung, dass der Weg woanders liegt. Beides ist ein gutes Ergebnis.
Vertraulichkeit. Alles, was in unseren Gesprächen gesagt wird, bleibt zwischen uns. Ich schweige – über Inhalte, über Namen, auch über die bloße Tatsache, dass wir überhaupt im Kontakt stehen. Bei einer Mediation treffen die Parteien zu Beginn eine eigene Vereinbarung dazu, welche Informationen unter welchen Bedingungen geteilt werden dürfen. Das schafft zusätzliche Sicherheit für alle am Tisch.
Über mich
Wer hier Brücken baut.
Ich finde es großartig, dass Menschen unterschiedlich denken. Ich finde es weniger großartig, wenn sie sich deshalb nicht mehr zuhören können.
Ich bin Nina Riekenberg – zertifizierte Mediatorin nach §5 MediationsG mit Zertifikatskurs der Universität Hamburg, wohnhaft im Landkreis Lüneburg und arbeitend in Hamburg und der Region.
Seit 1995 arbeite ich in der Wirtschaft – in Matrixorganisationen, in der Projektleitung, heute mit einem neunköpfigen Team. Führen ohne Weisungsbefugnis gelingt nur über Methode, Sprache und eine ruhige Ausstrahlung, die Orientierung gibt. Hinter einer verletzenden Formulierung steckt fast immer ein berechtigtes Anliegen. Meine Rolle war schon immer die einer Übersetzerin – die Sachnachricht freilegen, ohne dass jemand sein Gesicht verliert.
Andere beschreiben mich als jemanden, der gleichzeitig Wärme gibt und Klarheit schafft – analytisch scharf und doch wirklich zuhörend, rhetorisch präzise und menschlich verankert. Ich bin pragmatische Optimistin. Die Optimistin glaubt, dass sich am Ende fast immer ein Weg findet. Die Pragmatikerin weiß: Bei diametralen Positionen braucht es meist Kompromisse. Und dann kommt die Optimistin wieder um die Ecke und sagt: Ich kann Ihnen dabei helfen, Optionen zu entdecken, die Ihnen sonst vielleicht verborgen geblieben wären.
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